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Department Chemie
violett: 9,10-Diphenylanthracen (DPA);
blau: Peri-Dinaphthylen (Perylen);
grün: 9,10-Bis(phenylethinyl)-Anthracen (BPEA);
gelb: 5,6,11,12-Tetraphenyl-naphthacen (Rubren);
rot: 9-Diethylamino-5H-benzo[a]phenoxazin-5-on (Nilrot) Bildinformationen anzeigen
Farbige Flammen auf Nitrocellulosebasis, raucharm Bildinformationen anzeigen
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violett: 9,10-Diphenylanthracen (DPA); blau: Peri-Dinaphthylen (Perylen); grün: 9,10-Bis(phenylethinyl)-Anthracen (BPEA); gelb: 5,6,11,12-Tetraphenyl-naphthacen (Rubren); rot: 9-Diethylamino-5H-benzo[a]phenoxazin-5-on (Nilrot)

Farbige Flammen auf Nitrocellulosebasis, raucharm

Moleküle in Magneten: Große Maschinen für kleine Welten

So lautet das Thema des Vortrags, den Dr. Ingo Schnell, Leiter der Schule für Hochbegabtenförderung/Internationale Schule am Otto-Schott-Gymnasium Mainz, am 23. April um 17:15 h im Hörsaal A4 der Universität halten wird. Anlass ist die Einweihung des neuen 700-MHz-NMR-Spektrometers am Department Chemie der Universität Paderborn. Im Anschluss an den unterhaltsamen Vortrag besteht die Möglichkeit, das neue NMR-Spektrometer im Rahmen einer Führung zu besichtigen. 

Das neue 700-MHz-Spektrometer arbeitet bei einer Magnetfeldstärke von 16.4 Tesla und ist damit das erste Gerät dieser Leistungsklasse in Ostwestfalen-Lippe. Die Investition von 1.73 Millionen Euro erfolgte bereits im letzten Jahr mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, nachdem der gemeinsam mit Chemikern aus Bielefeld gestellte Antrag des Departments Chemie der Universität Paderborn bewilligt worden war. 

Die NMR-Spektroskopie zählt zweifellos zu den wichtigsten analytischen Methoden der Chemie - kaum ein Chemiker kommt ohne sie aus. Die Methode beruht auf der Resonanz der Atomkerne in einem magnetischen Feld, die mit - je nach Atomart unterschiedlichen - Frequenzen im Radiowellenbereich angeregt werden kann. Aus den so erhältlichen NMR-Spektren lässt sich Information über die chemische Struktur von Molekülen erhalten. Wie das im Detail funktioniert, wird Dr. Schnell in seinem Vortrag erklären. 

Das 700-MHz-NMR-Spektrometer wird demnächst noch mit einem Kryoprobenkopf zur Kühlung der Elektronik auf –210 Grad Celsius ausgestattet. Das neue Spektrometer hat eine weitaus bessere Empfindlichkeit und Auflösung als die älteren NMR-Spektrometer, so dass die Untersuchung geringerer Probenmengen und größerer Moleküle problemlos möglich wird. Die neueste Technik erlaubt zusätzliche Tricks, um die Messdauer deutlich zu verkürzen, und eröffnet den Chemikern ganz neue analytische Möglichkeiten.

Die Universität der Informationsgesellschaft