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Department Chemie
violett: 9,10-Diphenylanthracen (DPA);
blau: Peri-Dinaphthylen (Perylen);
grün: 9,10-Bis(phenylethinyl)-Anthracen (BPEA);
gelb: 5,6,11,12-Tetraphenyl-naphthacen (Rubren);
rot: 9-Diethylamino-5H-benzo[a]phenoxazin-5-on (Nilrot) Bildinformationen anzeigen
Farbige Flammen auf Nitrocellulosebasis, raucharm Bildinformationen anzeigen
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violett: 9,10-Diphenylanthracen (DPA); blau: Peri-Dinaphthylen (Perylen); grün: 9,10-Bis(phenylethinyl)-Anthracen (BPEA); gelb: 5,6,11,12-Tetraphenyl-naphthacen (Rubren); rot: 9-Diethylamino-5H-benzo[a]phenoxazin-5-on (Nilrot)

Farbige Flammen auf Nitrocellulosebasis, raucharm

Nachts sind alle Katzen grau, ohne Chemie auch tagsüber - Erhellendes zu Licht und Farbe

Was hat das bekannte Sprichwort mit der Katze mit Chemie zu tun? Eine ganze Menge, wie die diesjährige Weihnachtsvorlesung von Dr. Andreas Hoischen an der Universität Paderborn zeigen wird. Beim Sehvorgang selbst laufen viele chemische Prozesse ab, und ohne die Erkenntnisse und Synthesemethoden der Chemie wäre die Welt deutlich weniger bunt. Herrscht im Sommer die Farbe Grün vor, so zeigt spätestens im Herbst die Natur die ganze Pracht aus dem chemischen Farbkasten. Mit chemischen Methoden lassen sich diese natürlichen Farbstoffe zur Nutzung gewinnen, aber viele Farbstoffe stammen auch aus dem Labor. Was erst einmal sehr ansprechend aussieht, kann in bestimmten Bereichen auch Nachteile haben. Da das Auge ja bekanntlich mit isst, werden viele künstliche Farbstoffe als nicht notwendige Zusätze in Nahrungsmitteln verwendet, um dem Verbraucher Frische oder falsche Früchte vorzutäuschen. In diesem Punkt findet die Weihnachtsvorlesung aus dem letzten Jahr zu den Tricks der Lebensmittelindustrie eine Fortsetzung.
Wie immer ist das Publikum natürlich auch in die Experimente eingebunden, wenn es darum geht, diese wahren Gaumenfreuden zu verkosten und sensorisch sowie optisch zu bewerten.
Auch beim Thema Lichterzeugung sind Farbstoffe beteiligt. Insbesondere bei den modernen Lichtquellen, den organischen Leuchtdioden, spielt die Chemie eine zentrale Rolle. Ohne die chemische Forschung gäbe es nicht die Materialien zur Herstellung dieser Leuchtmittel.
Die Präsentation einiger kurioser Anwendungen von Farbstoffen zeigt auch, warum es sich nicht lohnt, eine Bank zu überfallen oder wie es gelingt, einen Homöopathen in den Jubelzustand zu versetzen.
Freuen Sie sich also auf einen bunten und informativen Abend, wenn die Chemiker die Katze aus dem Sack lassen, damit Sie nicht etwa selbige im Supermarktregal im Sack kaufen.
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung lädt das Department Chemie am Donnerstag, 13.12.2018, ab 18:15 Uhr ins Audimax der Universität Paderborn ein.

Die Universität der Informationsgesellschaft